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 [Story ]Der Kampf des Thorus - Die Fortsetzung der Odyssee

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Lena
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BeitragThema: [Story ]Der Kampf des Thorus - Die Fortsetzung der Odyssee   Di Nov 30, 2010 9:47 pm

Lange Zeit hieß es Thorus Reise würde nicht fortgesetzt werden.
Zu schlecht sei Spellbounds Arbeit, zu faszinationslos das Arcaniauniversum, zu groß die Rechtschreibfehler und Patzer der Autorin des Werkes nach eigenem Urteil,
was sie dazu veranlasste die erste große Story, welche sie begann unvollendet zu lassen.
Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen, von Fans geliebt, vom Verfasser belächelt verstaubt in einer Ecke...
Das Letzte was man von Thorus hörte, war, dass er sich vor Marcos Mine befand und eine geheimnisvolle Frau ihm sein Leben rettete.

Doch nun, nach mehr als einem Jahr stößt die Schöpferin auf das längst vergessene Werk, betrachtet die Geschichte, liest sie wieder und die Kommentare zu ihr. Und plötzlich fällt ihr der Fehler auf, was die damalige Denkweise betraf.
Nicht Arcania oder Götterdämmerung machen diese Geschichte aus, die Odyssee des Thorus beschäftigt sich zwar mit den beiden bei Gothicfans größtenteils verhassten Teilen aus der Produktion von Trine Games und Spellbound - die Geschichte hat jedoch einen eigenen Charme, eine eigene Note, die spürbar an das wirkliche Gothic erinnert. Man spürt den Hauch von Abenteuer und Kameradschaft, Treue und Verrat, Intrigen und Bündnissen, Kämpfen und Schlachten.
Zumindest mir sind Thorus, Erhag, Grosch sowie all die anderen Orks und Charaktere in dieser Geschichte ans Herz gewachsen, gerade Grosch und Erhag sind hier deutlich schöner dargestellt als in den Spielen meiner Meinung nach. Der Fan darf sich natürlich ein eigenes Urteil und auch wenn die vorherigen Texten mit Fehlern nur so gespickt sind:
Ich finde es lohnt sich sie zu lesen, gerade die Stellen mit Grosch und Thorus scheinen mir am gelungensten zu erscheinen. Ich wünsche euch allen Spaß beim Lesen, egal ob ihr Arcania gut findet oder nicht, beide Seiten sollen mit diesem Mittelweg angesprochen werden. Und auch wenn diese Geschichte nicht durch Genialität oder Komplexität des Storyplotes glänzt - sie soll unterhalten und das denke ich tut sie trotz Rechtschreibfehler der Vergangenheit.Wink
Eure Lena queen


Was bisher geschah schrieb:

Nach seinem Scheitern in Myrtana floh Thorus mit einer Horde ihm treu ergebener Orks mit der Esmeralda aus Trelis. Von dort aus segelte er in Richtung Lago, wo er den Orkkrieger Grubuz aufsammelte und Lester vor König Rhobar III. warnt. Er versucht in Bakaresch Verbündete zu finden und macht sich Sigmor, den neuen Herrscher der Stadt zum Feind. Nur knapp entgeht er durch Grubuz Opfer einem Attentat und kann aus der Stadt fliehen.
Die Orks versuchten nun mit Gonzales in Mora Sul zu verhandeln, dabei traf Thorus auf Diego und Lares als unerwartete Verbündete. Jedoch lässt er sich in einer unüberlegten Aktion von Osch gefangen nehmen und wird Zeuge eines Bündnisses zwischen Mora Sul und Myrtana gegen Sigmor und Nafalem. Der neue Gouverneur von Rhobar hintergeht jedoch Gonzales und ermordet ihn, durch einen vergifteten Trank, welchen Thorus Osch unterschieben konnte und die Überraschung seiner Wächter konnte jedoch der Orksöldner aus dem Palast fliehen.
Später trifft er sich mit Vatras in den Ruinen von Al Shedim, jedoch verweigern ihm auch die Nomaden und Wassermagier Unterstützung. Desweiteren hört er von dem Magier eine mysteriöse Prophezeihung, die besagt, dass entweder er oder Rhobar die Welt ins Verderben stürzen wird, sollte einer von ihnen den Krieg gewinnen. Die Orks ziehen sich zurück, jedoch muss Garan bei einem Überfall der Paladine sein Leben lassen.
Nachdem er Uruk aufsammelte, beschloss Thorus nach Khorinis zu fliehen um dort eine Armee gegen Rhobar aufzustellen, wurde jedoch von dem rachsüchtigen Sigmor und den letzten Assassinen verfolgt. Es kommt zu einer gewaltigen Seeschlacht in der Sigmor von Thorus getötet wird.
Als die Esmeralda Wochen später den Hafen von Khorinis erreichte, stolperte Thorus mit seinen Leuten in eine gewaltige Verschwörung, deren Drahtzieher die Orks Trag'uk und Var-Marrog sind. Thorus musste sich mit Lord Andre ins Minental begeben um Ur-Shak zu zeigen, dass er in friedlicher Absicht kam und fähig war ein Ulu-Mulu zu fertigen, diese Prüfung nutzten die beiden Verschwörer aus um den verhassten Thorus zu jagen, seine Orks einsperren zu lassen und zum Tode zu verurteilen sollte seine Unschuld, was den Mord an einem von Trag'uks Vertrauten betraf nicht bewiesen werden und um Ur-Shak endgültig zu beseitigen, damit sie den Oberbefehl über die khorinischen Stämme übertragen bekamen. Unerwartete Hilfe bekamen Thorus und Andre von einem Suchenden, während Var-Marrog alles daran setzte Thorus endgültig zur Strecke zu bringen, da er seine Pläne in Gefahr sah. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass der Suchende weit mehr war als ein Sektenspinner...

Die See war ruhig bevor das myrtanische Kriegsschiff an dem vergleichsweise kleinen Handelssegler von den südlichen Inseln vorbeisegelte.
Schon aus der Ferne wirkte diese imposante Konstruktion, erbaut von den besten Handwerkern des Mittellandes im Hafen von Vengard, geradezu majestätisch - nun da sie die Wege des Händlerschiffs kreuzte wirkte sie wie ein Werk der Götter. Begleitet wurde der hölzerne Leviathan von vier weiteren Schlachtschiffen von der Größe der Esmeralda - doch nur zwei Schiffe waren von derselben Bauart wie das letzte Flaggschiff von König Rhobar dem II. Die anderen beiden Schiffe muteten schon orientalisch an, beide stammten sie aus den Häfen der Assassinen. Eines von ihnen wies noch immer Schäden einer vor kurzem ausgetragenen Seeschlacht auf, doch anstatt der geschlagenen Söhne Beliars exerzierten die Soldaten der myrtanischen Armee an Deck und bereiteten sich schon jetzt auf den kommenden Feldzug vor. Allein schon diese Anzahl von Schiffen, welche das Schiff an der Spitze umrahmte und seine Flanken deckte, machte es besonders. Jedoch war dies nicht die einzige Auffälligkeit, welche die einfachen Händler staunen ließ.
Ein goldener, gigantischer Adlerkopf, welcher als Rammsporn fungierte ließ dieses fast doppelt so große Schiff fürchterlich wirken. Entlang der Reling sah man mehrere Paladine und Soldaten des Königs, teilweise verborgen durch die burgzinnenförmigen Verzierungen, die das Schiff wie eine uneinnehmbare Festung zu Wasser wirken ließen. Lediglich die Banner im Wind und aufgerichtete Speere schienen Auskunft über die Zahl des sich an Bord befindlichen Heeres zu geben. Die fünf riesigen Schiffsmasten, welche dieses Meisterwerk der Technik krönten und es als das schnellste Schiff der zukünftigen Welt auszeichneten, wurden durch riesige Segel geschmückt auf welchen man nicht nur die Wappen der Grafschaften Myrtanas sondern auch, meist in der Mitte des roten Tuches das neue Wappen des König sah. Der Adler von König Rhobar dem III.

"Mein König, wir werden vermutlich sehr bald die Küsten Khorinis erreichen.", meldete Lee salutierend seinem König, " Die Besatzung der 'Adlerschwinge' ist nach dem wochenlangem Training kampfbereit und dürfte euren Vorstellungen, was ein starkes Myrtana angeht entsprechen. Selbst die Orks werden weichen müssen vor unserer Armee." Er machte eine Pause und musterte seinen Herren, welcher gelangweilt auf einem Thron saß und verächtlich auf das mickrige Händlerschiff blickte, welches wagte an seiner Armada vorbeizusegeln.
"Khorinis wird unter meiner Herrschaft fallen.", entgegnete Rhobar nach einiger Zeit seinem obersten General und starrte ihn an wie ein wütender Schattenläufer, "Und wenn Thorus ebenfalls dort ist wird er für seinen Verrat büßen. Sind die Kommandanten der anderen Schiffe bereit für die Schlacht?"
Diese Momente waren Lee schon immer unbehaglich gewesen, selbst Rhobar der II., der von ihm verhasste Vorgänger hat weitaus gütiger gewirkt als sein Freund im Moment. Besorgt fragte sich Lee erneut, was den einstigen Helden der vergangenen Jahre quälte...
"General Gorn meldete mir, dass seine Truppen einsatzbereit wären und vermutlich die größte Kampfleistung erzielen werden, ihr Hass auf die Orks sei unbändig. Gouverneur Osch, euer Berater hat sich von dem feigen Attentat Thorus' wieder erholt und berichtete mir, dass seine Truppen ebenfalls bereit für den Kampf und die Besetzung der Stadt wären. Großmagier Milten sagte mir gerade eben, dass auch seine Abteilung bereit für den Kampf wäre, die Magier haben desweiteren an neuen Waffen gegen die Orks gearbeitet. Offenbar werden die Katapulte und Kanonen feurige Spuren in den Reihen der Feinde hinterlassen. Und euer oberster Paladin Hans lässt ausrichten, dass seine Streiter mit Hingabe auf den kommenden Kreuzzug warten um im Namen Innos Tod und Verderben unter seinen Feinden anzurichten."
"Wir werden sie alle vernichten.", knurrte Rhobar und ballte die Faust, "Wir... werden sie ... abschlachten! Nur der Starke wird überleben und wir sind stark."
Der General verabschiedete sich mit einer flüchtigen Verbeugung nachdem Rhobar ihm bedeutete zu gehen. Er konnte schwören kurz einen dunklen Schatten um den König herum gesehen zu haben, doch verwarf er diesen kurzen Augenblick sogleich als Einbildung. Vermutlich bekam ihm die Seeluft nicht wirklich und er bildete sich das alles nur ein...
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BeitragThema: Minental - Marcos Mine   Mi Dez 01, 2010 10:03 pm

"Ich hätte mit jedem gerechnet, aber definitiv nicht mit einer Frau.", murmelte Thorus als er die schöne Unbekannte vor sich auf einem Bett in den Tiefen des Stollen sah. Andre hatte bereits eine neue Rüstung bekommen, welche seiner alten stark ähnelte und stellte sich lächelnd neben den Gardisten.
"Ich hätte vor einiger Zeit auch nicht damit gerechnet, dass ein Orksöldner und Bandit mich befreien würde, insofern solltest du dich lieber ab und zu mal überraschen lassen, Freund.", meinte der ehemalige Kommandant der Miliz während er den Dunkelhäutigen in der schweren Garderüstung beobachtete ,"Nicht selten erweisen sich Berechnungen als falsch."
Er betrachtete nun ebenfalls die Fremde, durchaus sah sie nicht unattraktiv aus. Ihr Gesicht schien wohlgeformt zu sein, die dunklen, rötlichen eher schulterlangen Haare gaben ihr etwas Verwegenes und Wildes, ein leichter Lidschatten und ihre fülligen Wimpern ließen sie aber gleichzeitig auch würdevoll wirken. Sie war definitiv keine gewöhnliche Bäuerin, das stellte er anhand der gepflegten Fingernägel fest. Vielleicht kam sie auch aus der Stadt, Andre hielt es sogar für möglich, dass sie ihnen sogar bis ins Minental gefolgt war.
Er zuckte plötzlich zusammen als er merkte, dass sie die Augen geöffnet hatte und die beiden Männer vor sich geradezu wölfisch anlächelte.
"Sieh an, meine beiden Retter.", erwiderte sie sanft und blickte vor allem Thorus neugierig an, "Wobei es mir scheint als hätte ich denjenigen, der eine Frau in der Wildnis beschützen sollte selber mit meinem Leben beschützt... der Attentäter Trag'uks ist also tot sonst würde ich nicht leben."
"Die Frage ist, ob es nicht mehr als nur einen Attentäter gibt.", erwiderte Thorus herausfordernd, zu seinem Erstaunen blieb sie auf diese Äußerung recht gefasst als ob sie damit schon gerechnet hätte, "Und zumindest ein Name wäre angebracht."
"Sucht euch ruhig einen aus, ich hab viele Namen!", lachte die Schöne schallend und stand auf, geradezu kokett stellte sie sich vor dem dunklen Krieger auf, "Aber ich denke mir wäre es am Liebsten wenn ihr mich Zyra nennt."
Es entstand eine kurze Pause, die jedoch schließlich von Thorus unterbrochen wurde. Er reichte ihr ein Bündel, in welchem sich die Bürgerinnenkleidung befand, welche er in der Burg gefunden hatte.
"Ich nehme an, dass Milten unschuldig ist.", meinte er grinsend und überreichte ihr das blaue Kleid, "Du kennst dich hier recht gut aus, gehe ich Recht in der Annahme, dass du weder eine Suchende noch eine normale Bürgerin bist?" Trotzdem blieb er vorsichtig, was seinen postiven ersten Eindruck anging, Zyra wie sie sich nannte schien keine Anfängerin in Sachen Täuschung zu sein.
"Weder das Eine noch das Andere.", meinte die Rothaarige und zog sich vor den Augen beider Männer um. Andre wurde nach nicht all zu langer Zeit verlegen und verließ die kleine Kammer kurzzeitig. "Ich bin Spionin im Dienste der Orks von Khorinis, genauer gesagt in Ur-Shaks Diensten.", fuhr sie eine Spur ernster fort, "Solltest du geglaubt haben, dass er nichts von Trag'uks Boshaftigkeit wusste, so sei dir gesagt, dass du ihn schwer unterschätzt, Thorus, ebenso wie seine Gegner. Ich wurde ausgeschickt um nach dem Rechten im Minental zu sehen, deswegen die Suchendenverkleidung um meine Identität zu verschleiern. Was dich möglicherweise interessieren sollte, es hängt viel von deinem Überleben ab Thorus. Der niederträchtige Trag'uk hat von eurer Flucht vor Gronar und dessen Tod erfahren, zwar glauben viele, dass du aus Notwehr gehandelt hast, doch da sie für dich gesprochen haben, sollen Uruk und die anderen Orks bei Morgengrauen des nächsten Tages hingerichtet werden. Lediglich du kannst das verhindern indem du den Auftrag Ur-Shaks das Ulu-Mulu zu bauen erfüllst und in der Stadt auftauchst bevor Trag'uk sich deiner entledigen kann."
Sie bemerkte seinen entsetzten Blick, offenbar musste er erst einmal das Gehörte verarbeiten. Seufzend legte Zyra Thorus eine Hand auf die Schulter.
"Ich musste vorher die Lage prüfen bevor ich mich dir offenbarte. Mein Verdacht, dass Trag'uk dich tot sehen will hat sich bestätigt als ich die Spur des Attentäters aufnahm und versuchte den tödlichen Schuss von dir abzuwenden. Und ebenso scheint es als würde mehr hinter all dem stecken als bisher angenommen. In letzter Zeit werden seine Pläne immer perfider und arglistiger zu werden als ich sie dem Feldherren jemals zugetraut hätte, dafür dass er als Stratege eher direkte, offensichtliche Lösungen bei Problemen bevorzugte. Jemand unterstützt ihn und dieser Jemand scheint eine sehr mächtige Persönlichkeit zu sein. Deshalb sollten wir rasch aufbrechen."
Wieder eine Pause und plötzlich sah Zyra auf. Auch Thorus hörte nicht all zu weit entfernt die panischen Rufe der Paladine. Begleitet wurden sie von einem unheilvollen Donnern, als würde ein massiver Gegenstand die Steinwand zum Erzittern bringen. Dann ein lautes Krachen, alarmiert rannte Thorus in Richtung Stollenausgang, Zyras Warnrufe ignorierend. Sie folgte ihm fluchend.

Der Orksöldner kam erst zum Stehen als ihm eine Staubwolke entgegenkam. Schließlich zeichneten sich nach einiger Zeit die hustenden Silhuetten von Garond und Andre hervor. Zyra hatte Thorus bereits eingeholt und sah ihn vorwurfsvoll an, er ignorierte sie jedoch.
"Was ist passiert?", fragte er die beiden Paladine schließlich.
"Diese verdammten Orks haben den kompletten Eingang zum Einsturz gebracht, scheinbar haben sie nach dem Trollangriff die Chance und unsere Unachtsamkeit genutzt um mit einer Ramme den maroden Fels zu bearbeiten, sie mussten sich nicht einmal der Mine nähern. Wir konnten sie noch schemenhaft erkennen bevor hier die Hölle losgetreten wurde. Und wir haben zwei unserer Männer verloren.", berichtete Garond. Thorus sah Zyra flüchtig in die Augen, sie schien tatsächlich Recht behalten zu haben.
"Und was jetzt?", fragte er unsicher, "Können wir den Eingang wieder öffnen."
Andre schüttelte den Kopf.
"Unmöglich, die Erschütterungen haben zu große Felsbrocken losgetreten, es würde Jahre dauern die Mine wieder freizulegen.", meinte er, lächelte dann jedoch schwach, "Aber Garond hat mir gesagt, dass Hagen den Stollen erweitern ließ in all den Jahren - und du wirst nicht glauben welcher Ausgang vor kurzem aus diesem elenden Loch freigelegt wurde."
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BeitragThema: Khorinis - Xardas Turm   Fr Dez 03, 2010 11:31 pm

Ein blauer Lichtschein erhellte kurz die nächtliche Landschaft, dann wurde es wieder dunkel.
Überrascht starrte ein Orkkrieger hinunter in das Tal, welches sich unter dem dunklen Turm befand, den er bewachte. Auch wenn die Menschen die Khorinisorks und ihre Artgenossen vom östlichen Archipel für Barbaren hielten, dumm waren sie definitiv nicht. Und ebenso wenig glaubte der Krieger an eine Sinnestäuschung oder an einen Sekundenschlaf, der ihn während der Wache überfallen hatte. Zumal sein Kamerad nun ebenfalls irritiert in seine Richtung sah.
"Ich schwören können, etwas gesehen zu haben...", meinte sein Kamerad verwirrt.
"Dann es keine Einbildung sein, was ich bemerkt haben.", grunzte der Wächter misstrauisch, "Komm, da definitiv etwas faul sein!"
Der Kamerad knurrte zustimmend und hob sein Varrok bevor er dem mit einem länglichen Krush Agash bewaffneten Kollegen folgte. Die Klinge der lanzenartig anmutenden Axt blitzte im Mondlicht mehrfach auf, während sie beide ihren Wachposten verließen und hinunter ins Tal gingen. Dabei bemerkten sie nicht die dunkle Gestalt, welche sich hinter einer der unzähligen Bäume versteckt hatte und sich leise im Schutze der Dunkelheit an den Kämpfern vorbeischlich als diese tiefer in den kleinen Wald hineinschritten. Klammheimlich näherte sie sich dem nun scheinbar unbewachten Turm und blickte schließlich auf. Die Gestalt erkannte den Turm sofort wieder auch wenn sie ihn bisher noch nie mit eigenen Augen gesehen hatte. Es war selbst für einen Fremden unverkennbar, dass er vor Xardas Dämonenturm stand, genauer gesagt vor dem Turm, welchen er vor der Stadt Khorinis errichten ließ. Die dämonische Aura, die ihn umgab war selbst für ihn spürbar obwohl er nicht wirklich mit den Künsten Beliars so vertraut war wie der Avatar Beliars oder andere Meister seiner Kaste. Und dann war da etwas anderes, eine weitere Macht, die er spürte. Neugierig musterte die Gestalt eine Öffnung aus dem Gebäude, aus welcher deutlich violettes Licht glom - etwas sagte ihr, dass der Turm einen neuen Besitzer hatte. Die Frage war nur ob sie es wagen sollteden Turm zu betreten oder nicht, ihre Gedanken überschlugen sich, war es das Risiko wert?
Schließlich trat die Gestalt tief einatmend durch die Eingangspforte.

"Auch wenn ich euch gerne vertrauen würde, ich weiß nicht ob ich euch passieren lassen sollte."
Im schwachen Kerzenschein wirkte Lord Hagens Gesicht noch düsterer als ohnehin schon. Thorus und Zyra standen ihm gegenüber auf der anderen Seite des Tisches, welcher sich inmitten seiner kleinen Höhlenkammer befand. Man merkte dem dunklen Krieger trotz des diffusen Lichtes, welches nur teilweise sein Gesicht beschien an, dass er genau diese Worte nicht hören wollte. Auch Hagen fiel das auf.
"Ich weiß, was du getan hast, Thorus und ich bin dir dankbar dafür, dass du Andre befreit hast", fuhr Hagen etwas versöhnlicher fort, "und ebenso erfreulich sind die Nachrichten, was die Wiederauferstehung des Reiches angeht - allerdings betrübt mich der Gedanke, dass ihr später möglicherweise gegen uns ziehen werdet. Ich vertraue euch nicht wirklich - wer sagt, dass ihr mit den Orks nicht gegen uns zieht sobald ihr eure Leute befreit habt?"
"Glaubt ihr, dass es gut ist Rhobar III. zu unterstützen?", fragte Thorus argwöhnisch, "Der Götterkrieg ist beendet, es geht nicht mehr um Innos und Beliar, es geht doch eher darum die Tyrannei abzuwenden so lange es noch geht."
Hagen bedachte ihn mit einem strengen Blick. "Ich weiß nicht was dich so sicher macht, dass der neue Rhobar ein schlechter Herrscher sein soll.", sprach der Paladin seinen Gedanken aus, "Das klingt eher als würde ein Orksöldner versuchen sein Leben zu retten..."
"Er hat Rhobar II. ermordet, euren einstigen König bevor er das Land hinter sich ließ, zusammen mit Lee, seinem neuen General.", erwiderte Thorus und stützte sich mit beiden Armen auf den Tisch. Seinem Gegenüber entging nicht der ernste Blick des Kriegers und zu seinem Entsetzen musste er eingestehen, dass Thorus ihn nicht anlog. Was wie eine unverschämte Lüge klang, sprach der Gardist geradezu unverblümt heraus als wäre es eine Feststellung.
Lord Hagen schüttelte verunsichert den Kopf.
"Er hat deinen alten König umgebracht, das kann dir jede Person bestätigen, die ihn kennt!", wiederholte Thorus noch einmal energisch seinen Satz, "Verstehst du nicht, Hagen, dass es ein Fehler wäre ihn zu unterstützen. Wer sagt, dass er dich nicht genauso tötet wie die Drachen und deinen einstigen Herrscher?"
"Du lügst!", rief Hagen energisch, doch es klang nicht sehr überzeugt. Thorus spürte, dass er zitterte, er wusste, dass der Orksöldner die Wahrheit sagte. Er hörte Waffengeklirr, zwei Wachen neben ihm zogen ihre Klinge trotz Andres Geheiß die Waffen wegzustecken. Verwegen grinste er den einstigen General seiner Majestät, Rhobar II. an.
"Frag sie und sie werden dir bestätigen, was ich dir gesagt habe.", erwiderte er auf den Vorwurf, " Sperr mich ruhig ein und liefere mich dem Mörder deines Anführers aus. Demjenigen, der Innos verbannte und seinen Erwählten auf Xardas Geheiß hin tötete. Unterstütz ihn nur! Unterstütz ihn!"
Er spie Hagen den letzten Satz geradezu entgegen, nun gab es für Hagens Leibwachen kein Halten mehr. Thorus wehrte sich nicht als zwei Paladine ihn ergriffen.
"Sollen wir ihn abführen, den verdammten Verräter, mein Lord?", fragte einer der beiden und starrte Thorus wütend an, "Ihn und die Frau?"
Hagen sah kreidebleich den starken Söldner vor sich an. Es kam dem Anführer der Orks wie eine Ewigkeit vor als Hagen schließlich zu seiner Erleichterung dann doch nachgab.
"Lasst ihn los.", stieß er atemlos hervor, "Ich lasse ihn passieren."
Verdutzt ließen ihn die beiden Streiter Innos los und verbeugten sich vor ihrem Kommandanten. Andre atmete ebenfalls kurz auf und auch Garond, welcher sich neben ihm befand schien erleichtert zu sein. Zyra währenddessen grinste zufrieden und klopfte Thorus anerkennend kurz auf die Schulter.
"Du hast Recht, Thorus", gestand der Befehlshaber der Elite Innos schließlich dem schwarzen Kämpfer, "Ich kann schlecht einen Beweis fordern und muss dir glauben. Für deine Verdienste und auch für deine möglicherweise gut gemeinten Warnungen will ich dich heute passieren lassen aus der Mine."
Er blickte ernst auf. "Doch wenn der König auf Khorinis landet, werden wir wohl Feinde in der Schlacht sein, sei dir dessen bewusst. Ich habe Rhobar die Treue geschworen und dieser Schwur gilt auch für seinen Nachfolger... und möglicherweise seinem Mörder. Desweiteren erscheint mir und meinen Männern ein Bündnis mit den Orks unmöglich, es würde zu viele Vorbehalte geben. Nein, die neue Ordnung heiße ich nicht gut, mein Platz wird auf der Seite der alten Streiter Innos sein."
Er musste kurz lächeln.
"Vielleicht ist es tatsächlich Bestimmung, dass wir uns getroffen haben. Ich werde mich im Kampf und im Angesicht des Todes an deine Worte denken.", meinte er noch bevor er die Anwesenden mit einer Geste entließ.
"Und ebenso werde ich euch in guter Erinnerung behalten, Lord Hagen.", murmelte Thorus, "Selbst in dem Moment, wo wir uns als Feinde gegenüberstehen werden in der Schlacht und nur einer von uns beiden mit dem Leben davon kommen kann. Denn ergeben kommt für mich nicht in Frage."
Er verließ mit Zyra und Andre die kleine Höhle, Hagen lauschte noch einige Zeit den immer leiser werdenden Schritten bevor er sich wieder seiner Arbeit widmete. Tatsächlich kam ihm die derzeitige Lage zu Gute, wenn die Orks sich untereinander zerstritten und Rhobar III. tatsächlich mit seiner gesamten Armee sich an Thorus Fersen geheftet hat, dann würde er bald den Ausfall mit seiner Streitmacht kampferprobter Kämpfer wagen können. Zufrieden holte er aus einer Truhe neben seinem Tisch einen bläulich schimmernden Erzbrocken hervor und betrachtete ihn nachdenklich. Hunderte Kisten voll mit magischem Erz standen nun bereit, die Paladine waren selbst in ihrer Notlage nicht untätig gewesen in all den Jahren.
Fast tat ihm Thorus schon leid, der alte, scheinbar gescheiterte Auftrag der Paladine, die mit der Esmeralda kamen würde ihm spätestens in nicht all zu langer Zeit zum Verhängnis werden, nun da der pflichtbewusste Hagen ihn erfüllt hatte.

Das matte Fackellicht im Dämonenturm offenbarte nun den Fremden, welcher es wagte Xardas einstige Behausung zu betreten. Nervös sah sich Grosch um, leise schritt er die Stufen in das oberste Turmzimmer hoch. Der Myrtanaork wirkte fast schon in der weisen Schamanenrobe und seiner bleichen Haut wie ein Gespenst in der Dunkelheit als er, den ShaBaNak griffbereit sich seinem Ziel näherte. Stimmen waren von oben zu vernehmen, vorsichtig näherte er sich der Tür des Turmzimmers und spähte um die Ecke. Bisher war er auf keine weiteren Wachen gestoßen, doch wer wusste wie lange er noch Glück hatte. Neugierig beobachtete er das Schauspiel, welches sich ihm hinter der Tür darbot.
Er sah zwei Personen in dem recht gemütlichen Raum, in welchem Xardas offenbar gewohnt hatte. Die eine Gestalt war eindeutig ein Schwarzmagier, ein Morra mittleren Alters, dessen braunes Haar schon langsam an einigen Stellen ergraute. Weitere auffällige Kennzeichen waren ein dünner, brauner Schnurrbart und eine Narbe, welche sich über das rechte Auge zog.
Die andere Gestalt dagegen war ein Khorinisork, jedoch ein recht außergewöhnliches Exemplar wie Grosch bemerkte. Im Gegensatz zu Ur-Shak und anderen Schamanen trug er keine weiße Gesichtsbemalung, auch schien er eine Art Robe zu tragen, welcher von dunkler, lilaner Färbung war. Das wohl auffälligste Merkmal war jedoch die Kopfbedeckung des Orks, statt dem üblichen Schmuck trug dieses Individuum eine Art Schamanenhelm aus grauer Vorzeit. Grosch glaubte die Kleidung schon einmal in einem Buch skizziert gesehen zu haben, offenbar trugen schon vor tausenden von Jahren Schamanen der Orks diese Kleidung, jedoch nicht irgendwelche Schamanen, sondern welche von höchstem Rang. Ein Hohepriester!, durchfuhr es dem Myrtanaork mit einem Male und ein leichter Schauer rannte ihm den Rücken hinunter, Ein Varrag der Khorinisorks. Ich hätte nicht geglaubt, dass es diesen Rang noch immer gibt seitdem Krushak die letzten fünf getötet hatte.
"... du weißt, ich will Thorus tot sehen, Theophrastus.", hörte er den Priester reden, scheinbar befand er sich nicht in guter Stimmung, "Mein unfähiger Schüler hat zwar Kriegsherr Bluguk auf die Sache angesetzt und Khorinis abgesichert, aber ich brauche mehr Sicherheit. Und hier kommst du ins Spiel."
"Ich höre, großer Var-Marrog.", erwiderte Theophrastus und lächelte seinen Meister bösartig an, "Wie kann ich dir in dieser Sache helfen?"
"Hör zu, die Patroullien, welche mein Schüler Trag'uk ausgesandt hat werden nicht ausreichen um Thorus zu finden. In dieser Dunkelheit braucht es die Augen von Dienern Beliars um ihn zu entdecken.", erwiderte der Ork diabolisch grinsend und händigte ihm eine Schriftrolle aus, "und du sollst einen Diener beschwören, der definitiv ein für alle mal kurzen Prozess mit Thorus macht, einen Dämonenlord, der ihn überall aufspüren kann. Verwende die Schriftrolle klug und versage nicht, der Zorn des Meisters ist nichts im Vergleich zu der Folter der ich dich aussetze solltest du versagen."
Theophrastus nahm hastig die Rolle entgegen, scheinbar hatte er Respekt vor dem Ork.
"Wie ihr befehlt.", zischte der Schwarzmagier während der Schamane sich zu dem Pentagramm im Raum nebenan begab, "Ihr werdet nicht enttäuscht werden."
Kurze Zeit später leuchtete es aus dem Raum blau auf und Var-Marrog war von einem Moment zum anderen verschwunden. Grosch hielt den ShaBaNak fest umklammert, den Klingenstab des Schamanen dürstete es nach Blut. Er beobachtete anschließend wie sich der Schwarzmagier nun ebenfalls zu dem Pentagramm begab, vermutlich um den mächtigen Dämon zu beschwören.
Es war an der Zeit dies zu verhindern, dessen war Grosch sich sicher. Das Leben seines Meisters musste verteidigt werden, ihm war jedes Wagnis recht. Er stieß ein leises Gebet an die Ahnen aus, dann schritt er durch die Tür, gewillt das Schicksal der orkischen Rasse erneut zu verteidigen.
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BeitragThema: Khorinis - Marcos Mine & Xardas Turm   Do Dez 23, 2010 1:27 am

"Hier nichts sein.", knurrte der eine Orkwächter vom Turm mit dem Varrok und schnupperte noch einmal, konnte aber auch keinerlei fremden Gerüche in dem modrigen Wald ausmachen, "Vermutlich weg oder vergangene Magie von Meister."
"Nein, bestimmt es in der Nähe sein.", grunzte der Krieger mit dem Krush Agash und sah sich nochmal um. Plötzlich hielt er inne, sein Blick verharrte in der Ferne. Sein Kamerad bemerkte es nach kurzer Zeit auch, als er in die Richtung des merkwürdigen Fackelscheins zeigte, der von einer Felswand her rührte. So leise wie es nur möglich war pirschten sich die Wächter an die seltsame in dieser Finsternis eher unnatürliche Lichtquelle heran - und erkannten, dass es tatsächlich eine Fackel war, allerdings war sie am Eingang der Talhöhle befestigt. Ein eher unüblicher Ort für eine Fackel, das leuchtete selbst den beiden Orks ein.
"Fackel frisch entzündet, seit nicht all zu langer Zeit da.", raunte der eine Ork dem anderen zu, "Eindeutig Morrahandwerk, jedoch keine Ahnung haben wie Morras an Turm vorbeikommen..."
Sie näherten sich immer weiter der vertrauten Höhle und musterten sie genauer. Weitere Fackeln waren angebracht worden in ihrem Inneren. Vorsichtig gingen die beiden Khorinis-Orks tiefer in die Höhle hinein, gelegentlich sahen sie neben Fackeln auch Proviantkisten und weitere Morragegenstände in ihrem Inneren. Und noch etwas war merkwürdig: Je weiter sie in die Höhle hineinschritten, umso mehr erwarteten die Khorinisorks ihr Ende - aber dort wo einst eine glatte Felswand war, befand sich nun ein weiterer Gang, der noch tiefer in das Erdreich führte.
"Morras nun Maulwürfe?", wunderte sich der eine Wächter sofort, doch seinem Kameraden mit dem Krush Agash dämmerte allmählich auf was sie gestoßen sind.
"Idiot, du dich nicht erinnern an Worte von Meister, dass Morras in silbernen Rüstungen im Minental haben möglicherweise weiteren Ausgang aus Minental?", knurrte er und musterte eine der Kisten genauer. Er hob den Deeckel an und zufrieden stellte er sogleich fest, dass sich darin das befand, was er vermutete: haufenweise Magisches Erz, wie man es nur im Minental vorfinden konnte. Damit war der Verdacht bestätigt, sie hatten soeben den zweiten Zugang zu Marcos Mine gefunden.

Es dauerte nicht lange bis Groschs Anwesenheit bemerkt wurde. Ein Ork, welchen der Schamane erst jetzt erkennen konnte, nun da er in den Raum getreten war, starrte ihn überrascht an nur um dann die Waffe zu ziehen.
"Eindringling!", rief er bevor er sich brüllend auf den myrtanischen Artgenossen warf. Grosch indes reagierte sofort auf die neue Gefahr und parierte die Axt mit der Sense seines Stabes geradezu meisterlich nur um dann dem verblüfften Krieger das untere, stumpfe Ende in den Bauch zu rammen. Keuchend fiel der Khorinisork zu Boden während der Schwarzmagier sich nun selber überrascht der Szenerie zuwendete. Bevor der Ork wieder seine Waffe ergreifen konnte, schleuderte sie der Schamane gelassen mit einem Telekinesezauber beiseite in Richtung des Schwarzmagiers. Theophrastus besaß nicht den Mut das Geschoss mittels Magie zu stoppen, stattdessen warf er sich gerade noch rechtzeitig zu Boden. Das orkische Varrok aus den Schmieden von Khorinis wirbelte sich mehrfach überschlagend über ihn hinweg, nur um dann klirrend in der Nähe des Pentagrammzentrums liegen zu bleiben. Ehrfurchtsvoll wich der Khorinisork mehrere Schritte von Grosch zurück, dabei blickte er seinen Meister fragend an.
"Geh mir aus den Augen, Nichtsnutz.", knurrte der Schwarzmagier während er versuchte wieder auf die Beine zu kommen, "Riskier dein Leben und hol wenigstens fähigere deiner Art als dich Missgeburt aus der Stadt!"
Zunächst zögerte die Kreatur, dann setzte sie sich schleunigst in Bewegung, jedoch immer einen zögerlichen Blick auf Grosch werfend, der nichts anderes tat außer lächeln. Schließlich waren die beiden Magier alleine im Raum. Es herrschte zunächst Stille.
"Du hättest ihn aufhalten sollen.", bemerkte Theophrastus schließlich nach einiger Zeit und musterte sein Gegenüber genauer, "Oder seid ihr Myrtanaorks noch primitiver und dümmer als ich angenommen habe?"
Grosch erwiderte die Beleidigung mit einem grimmigen Lächeln. "Er ist nur dein Sklave und hat lediglich das Pech dir zugeteilt worden zu sein. Ich erhebe nicht die Waffe gegen meine eigene Rasse, lediglich nur dann, wenn die Gefahr besteht, dass ich getötet werde." Er hob eine Augenbraue. "Und genauso musste Thorus sich gegen Gronar stellen, habe ich Recht?"
Der Schwarzmagier lachte unsicher.
"Ich weiß nicht wovon du redest.", erwiderte er mit falschem Mitleid, "Ich weiß lediglich nur, dass Thorus ein bösartiger Rebell ist und ihr Myrtanaorks nur gekommen seid um uns zu verraten..."
"Wenn du elender Heuchler nicht gleich sofort die Wahrheit sagst, zeig ich dir gleich mal warum die Morras kläglich im Mittelland gegen unsere Rasse versagt haben.", knurrte Grosch nun wesentlich wütender. Zufall oder nicht aber dem Schwarzmagier entging nicht, dass sich kurzzeitig seine Augenhöhlen verfinsterten. "Sag mir lieber was wirklich passiert ist, wer dieser Ork da eben war, wo Thorus ist - ach am Besten erzählst du mir gleich die ganze Geschichte. Und danach darfst du sie Ur-Shak auch mal vortragen..."
"Törrichte Kreatur, als ob ich vor die kriechen würde wie ein Hund!", spie der Schwarzmagier aus und zog seinen Stab, "Als höchster Schwarzmagier der Insel befehle ich dir dich zu ergeben oder ich werde dich vernich-"
Weiter kam der Schwarzmagier nicht, denn sofort erfasste ihn überraschend eine Windfaust, welche Grosch brüllend dem Magier entgegenschickte. Überrumpelt flog Theophrastus mehrere Meter rückwärts und fiel zu Boden. Der Ork wollte bereits sehen ob sein Gegner schon besiegt war, als plötzlich der Schwarzmagier seinerseits begann einen Zauber auf Grosch zu hetzen. Fluchend rollte er sich zur Seite als der Blitzschlag an ihm vorbeizischte. Bösartig lächelnd stand der Magier auf und beschwor ein Skelett herbei um den Myrtanaork zu überrumpeln. Knackend materialisierte sich der untote Unhold vor dem Ork, welche einige Schritte zurückweichen musste, da Beliars Diener sofort begann seine Arbeit mit dem Schwert zu verrichten. Grosch musste sofort parieren und gleich darauf einem weiteren Schwertstreich ausweichen, er bedachte, dass seine Stabwaffe zu langsam war als dass er dem weitaus agileren Schwert mit derselben Taktik beikommen konnte wie dem orkischen Kämpfer vor ihm. Zudem musste er gleichzeitig Theophrastus im Auge behalten, der dunkle Magier schickte sich sogleich an einen weiteren Zauber zu weben. Ein weiterer Blitzschlag flog heran und diesmal streifte er haarscharf die rechte Schulter des Orkes, da dieser einem weiteren für ihn sicher tödlichen Hieb von Seiten des Skelettdieners ausweichen musste. Sein Arm brannte vor Schmerzen während kurzzeitig Strom durch seinen Körper floß und ihm an der Einschlagstelle eine Wunde zufügte. Grosch dachte nach, lange würde er tatsächlich gegen den Magier nicht durchhalten, wenn er wie bisher kämpfte. Doch noch war er Herr der Lage...
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BeitragThema: Khorinis - Marcos Mine, Khorinis-Stadt & Xardas Turm   Sa Feb 05, 2011 1:09 am

"So, da wären wir..."
Sie befanden sich in einem gut ausgeleuchteten Stollen, welcher in eine Höhle natürlichem Ursprungs mündete. Thorus konnte die frische, kalte Nachtluft, welche vom Ausgang kam schon einatmen. Es tat wieder gut nach dem langen Marsch unter der Erde sich der Oberfäche nahe zu wissen. Doch was würde ihn auf der anderen Seite erwarten?
"Der Höhlenausgang befindet sich in einem kleinen bewaldeten Talkessel.", erklärte Andre, "Nach einiger Zeit dürftet ihr einen Weg nach oben finden, das Tal ist nicht wirklich groß. Oben angekommen, solltet ihr euch lieber an die rechte Abzweigung halten und ihr Richtung Hafenstadt folgen. Zu eurer Linken würde sich Xardas alter Turm befinden, ein Gebäude von dem wir auch erst seit kurzer Zeit wissen..."
"Die Orks haben einen Aufsichtsturm direkt vor eurer Nase und konnten euch dennoch nicht entdecken?", warf Zyra argwöhnisch ein, "Meinen Respekt, soweit ich weiß hat Trag'uk einen Schwarzmagier in seinen Diensten, welcher den Turm für sich beansprucht. Bei den vielen Patroullien hier, muss es doch schon zu Angriffen gekommen sein, oder?"
"Nicht wirklich.", warf Garond überlegen ein, "bisher gab es keinen Orkangriff auf unsere Stellung von Khorinis aus. Alle dachten wir wären bei der Mine, doch dass wir hier einen weiteren Stützpunkt haben, hätte niemand gedacht. Das nebelige Tal schützt uns vor ungebetenen Gästen. Deshalb benötigt es nur weniger Wachen um den Posten zu bewachen.
Jedoch werden wir nun bald wohl den Ausfall machen nach den jüngeren Ereignissen. Die Orks werden uns nicht einmal kommen sehen."
"Und eure Wachposten?", fragte Zyra noch immer etwas misstrauisch," bisher sind wir ihnen nicht begegnet. Ehrlich gesagt sorge ich mich doch, dass eure Sicherheitsvorkehrungen nicht wirklich ausgereift sind..."
"Und wenn schon!", lachte Andre und sah sich um, "Kein Ork würde auf die Idee kommen das Tal zu durchstreifen. Es war schon früher ein Ort, den ich nur aus der Ferne gesehen habe - dass es eine Höhle gab erfuhr ich auch erst vor kurzem."
Er machte eine kurze Pause und trat dann an Thorus heran. "Wie dem auch sei, ich denke die Zeit des Abschieds ist gekommen. Ich hoffe wir werden uns wieder einmal als Freunde wiedersehen." Er streckte Thorus zum Dank die Hand aus, der schwarze Krieger erwiderte den freundschaftlichen Händedruck lächelnd.
"Ich hoffe auf den Tag an dem wir Seite an Seite kämpfen.", erwiderte der Ex-Gardist noch bevor er Garond noch höflich zunickte. Zyra verbeugte sich kurz vor den Beiden als Zeichen der Ehrerbietung. Dann kehrten die beiden Paladine um und verschwanden in den Tiefen des Stollens. Beide blickten sie ihnen nach.
"Ich werd trotzdem dieses ungute Gefühl nicht los...", murmelte Zyra. Thorus jedoch erwiderte darauf nichts.
"Lass uns weitergehen.", meinte er stattdessen und schritt weiter Richtung Ausgang. Die Rothaarige folgte ihm schweigend.
Keiner bemerkte den abgeschlagenen Kopf von einem der Höhlenwächter, welcher blutüberströmt hinter einem Fass in einer dunklen Ecke lag. Mit schreckensstarren Augen und vor Erstaunen weit geöffnetem Mund schien er den beiden Gestalten nachzusehen, die sich langsam von ihm fortbewegten. Der Lebenssaft war noch feucht...

Groschs Lage verschlechterte sich zusehends von einem Moment auf den anderen, als Theophrastus ein weiteres Skelett beschwor. Er musste nun seine Angriffe verstärken und gleichzeitig aber auch seine Ausdauer aufs Spiel setzen. Aus dem Augenwinkel heraus beobachtete er wie Theophrastus einen Manatrank zu sich nahm. Der Ork dagegen wurde nun von zwei widerwärtigen Untoten bedroht und musste sein Bestes geben um nicht Opfer eines gut gezielten Klingenstreiches zu werden. Fiebrig dachte er nach, doch es fiel ihm schwer sich zu konzentrieren, während zwei Gegner ihn bedrängten und er nur noch blocken konnte.
"Wird Zeit, dass ich einen guten Freund rufe...", meinte der Schwarzmagier grinsend und zückte die Beschwörungsrolle, welche ihm Var-Marrog gegeben hatte, "Meine Zeit ist zu kostbar als dass ich mich mit dir weiter abgeben kann. Sieh deinem Untergang entgegen!" Mit einer weiteren Handbewegung beschwor der Magier einen weiteren Untoten. Dann wandte er sich von dem Treiben ab und stellte sich in die Mitte der Pentagramms. Grosch beobachtete aus dem Augenwinkel heraus, wie sein Gegner die Hände zu einer Beschwörung hob. Rötlicher Lichtschein bildete sich in den Handflächen des Magiers.
Gleichzeitig formierten sich die drei Skelette vor dem Ork und trieben ihn in die Ecke. Der junge Schamane widmete sich wieder seinen untoten Herausforderern und wich allmählich zurück. Die grinsenden Totenschädel schritten langsam auf ihn zu, bewaffnet mit rostigen Zweihändern, welche sogar einen mächtigen Magier töten konnten, wenn er all zu unvorsichtig war. Sie wirkten geradezu als wollten sie ihn verspotten. Ungeachtet dessen sprach Theophrastus unheilvolle Worte, Beliar dem finsteren Gott geweiht.
Das Ritual hatte begonnen.

"Wir haben Grosch!"
Trag'uks Faust krachte auf den Eichenholztisch im Rathaus. Um ihn herum hatten sich zu nächtlicher Stunde einige seiner treusten Orkoffiziere um ihn herum versammelt, darunter auch Bluguk. Neben dem obersten Feldherren selber stand ein niederer Orkkrieger, welcher offenbar froh war seinem Herren die Nachricht des Schwarzmagiers binnen kürzester Zeit überbracht zu haben.
"Kriegsherr Bluguk, ihr versammeln ein Battalion meiner besten Kämpfer.", knurrte er und starrte ihn geradezu irre mit seinem verbliebenen Auge an. Der Angesprochene salutierte hastig und etwas verängstigt, bevor er sich entfernte. Schließlich gab der oberste Heerführer auch seinen anderen Lakaien Befehle. Wie Var-Marrog es ihm aufgetragen hatte, begann er unverzüglich das Netz über Khorinis auszulegen. Innerhalb einer Stunde würden sämtliche Orkpatroullien die gesamte Insel überwachen, hunderte von Kriegern würden die Person jagen, die ihm am meisten verhasst war, Orkhunde würden seine Fährte aufnehmen und ihn zu Tode hetzen...
Ein feines Lächeln umsäumte schließlich seine rauen Lippen je länger er sich die Jagd auf Thorus vorstellte. Es war unmöglich ihm nun zu entkommen. Die Stadt war das reinste Bollwerk, jeder Ork, der ihn sah würde ihn hinrichten. Und sämtliche Wege würden von Kriegertrupps kontrolliert werden, die nicht einmal er alleine bezwingen werden könne.
Er besah zur Vorsicht nochmals alle Knotenpunkte auf der Landkarte. Seine Feldherren wussten Bescheid, jetzt konnte er nur noch warten. Thorus blieb nur noch eine Galgenfrist von einigen Stunden um seine Leute vor dem Tode zu retten - wahrlich ein unmögliches Unterfangen ohne dabei zu sterben.
"Jetzt wir dich haben!", wisperte er voller Genugtuung.
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